Kultur & Geschichte an der Mosel zwischen Trier, Luxemburg und dem Saarland
- Die unmittelbare Nähe zu Trier, der ältesten Stadt Deutschlands,
bietet schier unbegrenzte Möglichkeiten.
Auf dem Petrisberg im Süden Triers liegt
das Amphitheater,
in dem heutzutage unblutige Gladiatorenkämpfe und Theatervorstellungen
geboten werden. Falls gerade keine Veranstaltung stattfindet, können
Sie in die Keller hinabsteigen aus denen vor fast zweitausend Jahren wilde
Tiere und Akteure nach oben gezaubert wurden.
Als nächste Station auf
dem Weg in die Innenstadt bieten sich die Kaiserthermen
an, eine der größten Badeanlagen des römischen Reiches mit
unterirdischen Gängen, Fußbodenheizung und ausgeklügelter
Kanalisatiion.
In der Stadtmitte angekommen, erklimmen Sie die zentral gelegene
Porta
Nigra - das Wahrzeichen der Stadt - und betrachten einige der weiteren
Höhepunkte der römischen Geschichte aus der Vogelperspektive,
darunter die Römerbrücke und die Basilika
(den Thronsaal Kaiser Konstantins).
Von der Basilika sind es nur wenige Meter bis ins Mittelalter zum Trierer
Dom, allesamt Teile des Weltkulturerbes der UNESCO. Direkt an die Basilika
schmiegt sich die Neuzeit, das Kurfürstliche
Palais. Spätestens jetzt haben Sie sich eine Pause redlich verdient,
wie wäre es mit der Liegewiese des Palastgartens oder dem Cafe Zeitsprung
im Park?
Apropos Zeitsprung, ein eigenes Museum - das Karl-Marx-Haus
- beschäftigt sich mit dem berühmtesten Sohn der Stadt.
Laue Sommernächte genießt der Trierer gerne am Wasser, fragen
Sie nach "Zurlauben", eine Perlenkette von Weinlokalen direkt
an der Mosel gelegen. Wenn Sie jedoch kulturbeflissen sind, empfehlen wir
Ihnen einen Blick in das Programm des Theaters
Trier oder der Tuchfabrik.
Wer noch mehr über die Stadt und ihre Geschichte wissen möchte, findet
im
Stadtmuseum Simeonstift, dem Bischöflichen
Dom- und Diözesanmuseum und dem Rheinischen
Landesmuseum Trier Sammlungen und tiefergehende Informationen oder Sie
buchen eine Stadtführung
zu Fuß, per Bus oder in historischen Gewändern.
- Die Stadt Luxembourg ist nur eine halbe Autostunde von uns entfernt. Die
Altstadt mit ihren historischen Gassen, der alten Stadtmauer direkt an der
Felskante und die im Graben liegenden, traumhaften Stadtgärten lassen
die Zeit vergessen. Die Fülle an alteingesessenen Geschäften,
französischen Patiserien und belgischen Pralinés im Zentrum
stellen eine echte Gefahr für Figur und Geldbeutel dar.
In interessantem Kontrast hierzu präsentiert sich das moderne Luxemburg.
Teils von Stararchitekten entworfene Bauten prägen den Kirchberg. Das
Museum für moderne Kunst Musée
dArt Moderne Grand-Duc Jean (Mudam) bietet zeitgleich mehrere
Ausstellungen an. Die erst 2005 eingeweihte Luxemburger
Philharmonie schwebt in der Nähe im Herzen des Europaviertels.
Wenn Sie den Abend frei haben, stöbern Sie doch einmal im Programm
des Grand Théâtre
de la Ville de Luxembourg. Theater, Oper, klassisches Ballett und moderner
Tanz unter einem Dach und dies meist zu moderaten Preisen. Oder lernen Sie
ein wenig Lëtzebuergesch beim Betrachten der Inschriften
einiger Fachwerkhäuser. Diese Mischung aus unterschiedlichen Kulturen
erklärt vielleicht wieso die Luxemburger derart selbstverständlich
zwischen den Sprachen hin und her wechseln.
weitere Tipps aus der Region
- Saarburg - welche
andere deutsche Stadt bietet einen Wasserfall mitten im Ort - verführt mit
seiner Geschichte und seinen pittoresken Lokalen. Flanieren Sie zwischen
Fachwerkhäusern, erleben Sie Handwerk im "Amüseum",
der alten Mühle oder der Glockengießerei Mabilon.
- Das volkskundliche Freilichtmuseum
Roscheider Hof vermittelt mit seinem Gutshof, dem Fachwerkdorf und Handwerkern
einen authentischen Blick in das historische Landleben im Dreiländereck.
Hartgesottene besuchen den örtlichen Zahnarzt, der noch operiert wie
in "der guten alten Zeit". Direkt nach dem Dentisten geht es dann
wahlweise in den Gasthof oder den angeschlossenen Biergarten.
- Besuchen Sie ganzjährig und kostenlos die Römische Tempelanlage
in Tawern mit ihrem erst kürzlich restaurierten Tempel oder lassen Sie
sich in der römischen Villenanlage
Perl-Borg mit ihrer Taverne, dem römischen Bad, Wassergräben
und Gartenanlage in das Leben adeliger Römer versetzen. Statt nach
Italien zu reisen, können Sie auch die Gladiatorenkämpfe auf den
Mosaiken
in Nennig betrachten, übrigens die besterhaltenen nördlich
der Alpen.
- Garantiert regensicher, ein Ausflug in das Besucherbergwerk
Fell.